Was sind Lamer?


Es gibt sie in Massen. Sie sind überall.

Lamer wissen, wovon sie reden, denn für sie gibt es nur ein Thema: Computer.
Sie unterhalten sich über „MHz“ und „Megabytes“. Ihr Hauptinteresse gilt „Dateiverwaltung“, „Versionsnummern“ und „Installationsdisketten“.

Lamer benutzen die Wörter aus dem „EDV“-Kurs. Wer von „Speicherplatz“, „Datenverarbeitung“, „Struktogramm“, „EVA-Prinzip“, etc. redet, beweist nur, dass er a) kein Englisch kann, b) versucht, „Professionalität“ vorzutäuschen und c) generell ein Dummschwätzer ist.

Lamer verstehen es, mit Windows umzugehen. Sie „verknüpfen“ „Dokumente“, „installieren“ „Treiber“ und richten „Desktop-Geräusche“ ein.

Lamer brauchen „1001 Windows-Tricks“, sowie das „DOS 7.0-Kompendium“ und andere 1000 Seiten starke Wälzer mit Autorenbild in Siegerpose auf dem Umschlag und Informationsleere im Inhalt.

Lamer sind echte „Networker“. Sie blockieren alle Terminals im Rechenzentrum, verlangsamen den Betrieb und sind auch sonst immer im Weg. Sie „klicken“ stundenlang im WWW herum, schicken e-mail an sich selbst und benutzen IRC selbst dann, wenn der andere am Terminal gegenüber sitzt.

Lamer benutzen „objektorientierte“ Hochsprachen mit „professioneller Entwicklungsumgebung“ und „dynamischer Daten-einbindung“. Anschliessend wundern sie sich, dass ihr 100 Kilobyte grosses Primzahlen-Berechnungsprogramm viel langsamer ist als das entsprechende 500 Bytes grosse Assemblerprogramm.

Lamer benennen ihre Programme nach Waschmitteln. Im Titel darf kein „Pro“, „Mega“, „Win…“ und „Hyper-ultra-vapor“ fehlen. Die aufgemotzte Versionsnummer ist omnipräsent.

Lamer schreiben betont „lustige“ Docs. Diese a) sind grundsätzlich länger als das Programm, b) sind auch dann vorhanden, wenn das Programm so simpel ist, dass es keiner Erklärung bedarf und c) stinken nach Eigenlob.

Lamer lieben Multimedia. Aus Windows fernzusehen ist für sie die „Zukunft“. Sie träumen von der „Interaktion“ mit der „Multimedia-Windows-Grafik- Präsentation“.

Lamer sind anders. Wenn normale Menschen Romane und Krimis lesen, studieren sie das „Fussballmanager Pro“ Handbuch. Der Absturz ihrer Festplatte, der 300 Sektoren zerstört, trifft sie mehr als ein Flugzeugabsturz mit 300 Toten.

Lamer sind die Hauptopfer von Viren, denn für sie werden Viren programmiert. Den vielen selbsternannten „Computerprofis“ ein Bein zu stellen war stets die Grundmotivation aller Virencoder.

Lamer protzen mit ihrer Hardware. („Meine Festplatte ist grösser als Deine“ – „Mein Prozessor hat mehr Mhz als Deiner“ – „Mein … ist länger als Deiner“)

Lamer gehen mit der Zeit. Für sie zählt Fortschritt und Leistung. Sobald sie ihren neuenn „Pentium II“ gekauft haben, belächeln sie alle, die „noch“ mit einem „altertümlichen 486“ arbeiten (den sie selbst noch vor einer Woche hatten). Zeitschriften wie „Chip“, „PC-DOS“ und „Windows-aktuell“ helfen ihnen, bei dem Vergleich ihrer Hardware mit der eines Kollegen nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Lamer kaufen gerne billige No-Name-CDR's. Die Freude über ein paar gesparte Mark wird allerdings üblicherweise von zahlreichen defekten Sektoren getrübt.

Lamer durchsuchen Programme intensiv nach Eastereggs. Wird es gefunden ist das Programm „cool“. Alle, die noch nicht auf diese Stufe des „Wissens“ gelangt sind, sind Amateure. Findet ein anderer das Easteregg schneller, ist das Programm schlecht.

Sorry this list is in German only…
…but lamers cannot read English.

(unbekannter Autor) it's an older letter!